Nur Unternehmen mit hoher Anpassungsfähigkeit können flexibel und schnell reagieren und effizient handeln.



Praktikable Lösungsansätze liefern eine professionelle und über einen gewissen Zeitraum stattfindende Business Transformation aus der "alten" in die "neue" Unternehmenswelt. Eine Koexistenz von beiden Welten ist durchaus sinnvoll und erwünscht. Auf der einen Seite müssen fabrikähnliche Prozesse erhalten bleiben, um national oder international wettbewerbsfähig zu bleiben. Auf der anderen Seite können neue Geschäftsfelder mit modernen Kundenprozessen aufgebaut werden, damit das Unternehmen nicht stehen bleibt, sondern sich neue Perspektiven verschaffen kann. Es geht also um ein "Sowohl - als auch".

 

In der "alten Unternehmenswelt" wird zunächst grundsätzlich unterstellt, dass alle Führungskräfte und Mitarbeiter aus positiver Absicht heraus handeln. Häufig sind es verschiedenartigste Zwänge (Quartals-Berichterstattung, eigene Entscheidungen der Vergangenheit, harter Wettbewerb...), die zu kurzfristigem und starrem Denken und Handeln führen. Es bedarf vor allem Mut, Vision und Überzeugungskraft, zusätzlich neue oder andere Wege zu gehen. Denn, wenn man es nicht selbst tut, tun es andere!

 

Eine Untersuchung der Faktoren hinter langlebigen Erfolgsgeschichten der Fortune 500 Unternehmen zeigt, dass jedes der erfolgreichen Unternehmen sein Geschäftsfeld-Portfolio mindestens einmal vollständig geändert hat - sich also selbst neu erfand. In der heutigen Zeit ist eine hohe Anpassungsfähigkeit von sehr großer Bedeutung.

 

Welches sind aber die Voraussetzungen einer hohen Anpassungsfähigkeit? Gerade das Beispiel Schlecker zeigt, dass eine zu große Distanz zum Kunden und das Verschlafen von Anpassungserfordernissen zur Insolvenz des Unternehmens und zum Verlust zahlreicher Arbeitsplätze führen kann. Die nachfolgende Übersicht zeigt typische Charakteristika der "neuen Unternehmenswelt" auf:

Die Effekte dieser hohen Anpassungsfähigkeit sind vielfältig und überzeugend:

 

 

Anpassungsfähigkeit  gering   hoch
       
       
Organisation Viele Hierarchieebenen   Flache Hierarchie. Schlanke und einfache Organisation.
Führung Direktiv, ggf. noch Zulassung von Debatten. Mikro-Management.   Dialogisch. Beherrschung der Komplexitäten der heutigen Zeit durch Verteilung der Verantwortung auf die Schultern Vieler.
Zweck des Wirtschaftens Geld und Gewinnstreben stehen an erster Stelle. Ausgeprägte Profit-Kultur. Mitarbeiter = Kostenfaktor.   

Primat ist die Bedarfserfüllung der Kunden - der Gewinn ist die Folge. Mitarbeiter = geistiger und körperlicher Produktivitätsfaktor. 

Planungsverhalten

Kurzfristiger Erfolg im Rahmen starrer Mehrjahrespläne.   Nachhaltiger Erfolg auf Basis hoher Anpassungsfähigkeit und Agilität.

Anreizsystematik

Motivation über eher fremdbestimmte Ziele.   Inspiration durch Nutzung und Weiterentwicklung von Expertisen und Leidenschaften. Definition und Fokussierung auf die Unternehmensvision.
Kultur Gegeneinander, Misstrauen, Intrigen, Manipulation und Einschüchterung. Kontrolle und Fehlervermeidungs-Strategien.   Miteinander auf Basis von Vertrauen, Mut und Offenheit.
Informationspolitik Machtwissen und Intransparenz.   Transparenz, Wahrheit und Klarheit.
Kommunikation Entwicklungshemmnisse durch Verlust des Realitätssinns: nicht sehen und nicht erkennen wollen, nicht sagen und nicht handeln dürfen. Vordergründige "Harmonie", Selbstbezogenheit, Manipulation.   Intuitive und dialogische Kommunikation: Einbezug verschiedener Sichtweisen im Sinne der Entfaltung des Ganzen. Klare Kommunikationsregeln.
Innovationskraft Zu langes Festhalten an alten Erfolgen. Verwaltung der Bestände.   Einbezug aller Stakeholder. Hinhören und Loslassen, Entwicklung von Prototypen im Rahmen des Unternehmensfokus (Co-Creation).
Arbeitsumfeld Funktionale Büros   Inspirierendes und Kreativität-förderndes Arbeitsumfeld.

 

In der     
Ine           In der Konsequenz profitieren alle:
  • Mehr Ideenreichtum und Prozesseffizienz aufgrund von mehr Transparenz, mehr Selbstvertrauen und Eigeninitiative.
  • Mehr Zeit für Strategische Planung, Risikomanagement und echte Mitarbeiterführung.
  • Zufriedenere und authentischere Mitarbeiter durch Nutzung und Stärkung ihrer Fähigkeiten und Leidenschaften.
  • Zufriedenere Kunden, die sich mit den Werten des Unternehmens identifizieren. D.h. Kundenbindung durch Verbindung der Kunden mit dem Unternehmen.
  • Hohes Vertrauen bei Investoren durch mehr Umsatz und mehr Ertrag und dauerhaftes Wachstum



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Dr. Errit Schlossberger